Gemeindeentwicklungsprogramm Prad am Stilfserjoch
Raumplanung findet in den Köpfen der Bürger statt
Die Gemeinde Prad am Stilfserjoch startet mit dem Gemeindeentwicklungsprogramm. Dieses Programm ist wichtig, weil es die konkreten Möglichkeiten und Ausrichtungen für Prad in den nächsten 15 Jahren festschreibt. Bürgermeister Rafael Alber unterstreicht: „Die Bürger spielen in diesem Prozess eine große Rolle. Ihre Meinungen und Ideen sind gefragt, damit das Gemeindeentwicklungsprogramm gut gelingt und morgen von allen mitgetragen wird.“
Zwei Experten, Mathias Brugger und Christoph Koch vom Beratungsunternehmen rcm solutions, unterstützen dabei. Dieses Unternehmen wurde gewählt, weil es bereits seit 20 Jahren in ähnlichen Projekten arbeitet. Sie bringen viel Wissen und Erfahrung mit, um Prad aktiv zu unterstützen und eine professionelle Bürgerbeteiligung sicherzustellen.
Das Gemeindeentwicklungsprogramm sieht vor, dass man genau hinschaut, wie sich Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft entwickeln. Das Ziel ist, eine Strategie festzulegen, die vorhersehbare Veränderungen berücksichtigt und Prad für die Zukunft gut und resilient aufstellt. Es geht darum, Ideen für den Tourismus, für bessere Verkehrswege und für die sinnvolle Nutzung von Raum und Landschaft in der Gemeinde zu entwickeln.
Parallel zu einer profunden Ist-Zustandsanalyse gibt es Workshops, bei denen der Gemeinderat und eine Gruppe aus Vereinsvertretern, Persönlichkeiten und kreativen Denkern zusammenkommen. Sie werden über die Megatrends unserer Zeit informiert und wählen gemeinsam die Wichtigsten für Prad aus. Daraufhin werden die Teilnehmer zu einer besonderen Umfrage eingeladen, bei der ihre Emotionen rund um die Zukunft von Prad erfragt werden. Diese Ergebnisse helfen, einen großen Fragebogen zu erstellen, der an alle Haushalte in unserer Gemeinde verschickt wird. Jede Meinung zählt, sowohl auf Papier als auch online.
Nachdem alle Antworten ausgewertet sind, geht es in die nächste Phase. Es wird eine klare Vision für Prad erarbeitet und entschieden, welche Schritte nötig sind, um die gemeinsam erarbeiteten Pläne konkret umzusetzen. Dabei hilft die renommierte Firma Kommunaldialog aus Herzogenburg. Sie sind seit 1992 als Raumplaner in Niederösterreich und weit darüber hinaus tätig. Sie arbeiten auch für die Nachbargemeinden Laas und Stilfs, mit denen im Projekt kooperiert wird.
Gemeinsam mit diesen beiden Gemeinden werden die Bereiche Mobilität, Tourismusentwicklung sowie öffentliche Dienste und Nahversorgung konzipiert. Ein wichtiger Punkt ist, dass alle Programme auch nachhaltig sein sollen, also gut für die Umwelt und die Zukunft.
Bürgermeister Rafael Alber ist zuversichtlich: „Anfang 2026 möchte die Gemeinde die Ergebnisse des Partizipationsprozesses und der Ist-Zustandsanalyse vorstellen. Die Verwaltung und die Experten haben sich viel vorgenommen und hoffen, dass sich viele Bürger beteiligen. Am Ende soll ein Plan stehen, der von den Bürgern mitgestaltet wurde und für die Bürger gemacht ist.“
Damit die Projektfortschritte für die Bürger auch während der Erarbeitung einsehbar sind, hat die Gemeinde Prad auf ihrer Homepage unter Bürgerservice/Projekte eine eigene Seite zum Gemeindeentwicklungsprogramm eingerichtet.